Im Kalenderjahr 2025 rückte die Notfallhilfe Wettersbach zu sage und schreibe 264 Einsätzen in Grünwettersbach und Palmbach aus (0,73x pro Tag). Eine so hohe Einsatzzahl gab es seit Bestehen der ehrenamtlichen Retter in den Karlsruher Bergdörfern noch nie - das bisherige Rekord Jahr war 2022 mit 231 gefahrenen Einsätzen.
Passend zu der steigenden Zahl der bedienten Einsätze ist auch die Zahl der nicht bedienten Alarmierungen gestiegen, so stand bei 14 Alarmen kein Mitglied der Notfallhilfe zur Verfügung, was eine Übernahmequote von 95% ergibt. Die Alarmierungen, die nicht bedient werden, werden logischerweise auch nicht in der Zahl der gefahrenen Einsätze erfasst.
Auch im Jahr 2025 wurden die Helfenden unserer Notfallhilfe wieder in alle möglichen Richtungen gefordert. So rückten wir zu 167 internistischen (Kreislaufbeschwerden-/Störung, Atemnot akut / Atemstörung, Schlaganfall / Zerebrales Ereignis, Akuter Thoraxschmerz, Bewusstlos, Herzkreislaufstillstand / Reanimation,...), 50 chirurgischen (Sonstiger Chir.-Einsatz, Trauma sonstiges,...), 13 pädiatrischen (Bewusstlos Kind, Atemstörung Kind,…) 7 Verkehrsunfällen (VU ohne eingeklemmte Person, RD - VU,...), 7 Notfalltüröffnungen sowie 4 Brandeinsätzen aus. 13 Einsätze fielen unter die Kategorie "Sonstiger Notfalleinsatz", unter anderem Intoxikationen sowie 2x das Meldebild "Geburt". 3 Einsätze waren Fehleinsätze (Keine Indikation für den Rettungsdienst, Abbruch auf Anfahrt)
Bei mehreren Einsätzen wurde durch die Wettersbacher Notfallhilfe entweder mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen oder die Wiederbelebungsmaßnahmen der Ersthelfenden fortgesetzt - bei 2 Reanimationen konnte bereits an der Einsatzstelle wieder ein Spontankreislauf hergestellt werden. Hier überbrückten wir teilweise über 10 Minuten bei Patient*innen mit Herz-/Kreislaufstillständen bis zum Eintreffen des hauptamtlichen Rettungsdienstes.
Das Einsatzgebiet der Notfallhilfe ist in der Regel Grünwettersbach und Palmbach, hier waren wir auch hauptsächlich im Einsatz (188x Grünwettersbach, 66x Palmbach, 2x Grünwettersbacher Wald). Jedoch kommt es auch vor, dass unsere Helfenden aufgrund der örtlichen Nähe in benachbarte Ortschaften ausrücken, vor allem dann, wenn gerade eins unserer Einsatzfahrzeuge unterwegs ist und die Disponierung des Rettungsdienstes über Funk hört und wir einen zeitlichen Vorteil bringen können. So rückten wir 1x auf die BAB 8, 1x in den Ettlinger Wald und 1x nach Hohenwettersbach aus.
Bei größeren Brandeinsätzen werden in den Karlsruher "Bergdörfern" die DRK-Bereitschaften aus DRK Stupferich, DRK Hohenwettersbach und Wettersbach gemeinsam über einen Sammelalarm als "Einsatzgruppe Bergdörfer" durch die integrierte Leitstelle alarmiert. Hier kam es zu 4 durch unsere Helfer bedienten Einsätzen.
Dass die Abarbeitung eines Notfalleinsatzes nicht selten Unterstützung anderer Hilfsorganisationen benötigt, dürfte jedem klar sein. Gerade wenn eine Wohnungstüre geöffnet oder eine Person Achsengerecht aus ihrer Wohnung gerettet werden muss, sind die Möglichkeiten des Rettungsdienstes ausgeschöpft und die Hilfe der Feuerwehr unverzichtbar. So arbeiteten wir im vergangenen Jahr 12x mit der Feuerwehr Wettersbach und 13x mit der Berufsfeuerwehr Karlsruhe zusammen. Bei 19 Einsätzen unterstützte uns die Polizei Karlsruhe.
Besonders erwähnen möchten wir hier die Zusammenarbeit mit den Kamerad*innen des DRK Stupferich. Anfang August kam es zur Situation, dass für ca. 2 Wochen meistens keine oder nur sehr vereinzelt Mitglieder der wettersbacher Notfallhilfe zur Verfügung stehen. Nach unkomplizierter Absprache wurden wir für diesen Zeitraum durch die Stupfericher Notfallhilfe unterstützt und wir wurden bei mehreren Einsätzen unterstützt, 2 Einsätze wurden von Stupferich komplett übernommen.
Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass alle Einsätze der Notfallhilfe zu 100% ehrenamtlich durch unsere Helfenden abgearbeitet werden. Das bedeutet für die Mitglieder unserer Notfallhilfe, dass sie bei Einsätzen alles stehen um in ihrer Freizeit oder von ihrem Arbeitsplatz aus Bürger*innen in Not in und um Wettersbach medizinische Hilfe zu leisten.
Da wir keine finanzielle Unterstützung von den Krankenkassen erhalten, werden die laufenden Kosten komplett aus Ihren Spenden oder aus eigener Kasse der Helfer bezahlt.
Wenn Sie unsere 100% ehrenamtliche Tätigkeit für die Wettersbacher Bürger*innen unterstützen möchten, können Sie das entweder durch unsere in den Wettersbacher Geschäften aufgestellten Spendenboxen oder durch eine direkte Spende machen.
